durchgedreht-online.de

Amazonas des Nordens Tour 2015

Radreisebericht über eine Fahrrad-Paddel-Tour zum/auf dem „Amazonas des Nordens“.

Vom 08.08.- 21.08.2015 legten wir 410 Kilometer auf Fahrrädern und 150 Kilometer im Kanadier zurück. Helmut pedalte noch bis Hamburg und kam auf insgesamt auf 500 Fahrrad-Kilometer.

 

                                                                                                                                                      Im Frühjahr hatten wir, mein Freund Helmut und ich, einen erfolgreichen Test durchgeführt. Dabei ging es darum, ob wir mit unseren Fahrrädern und einem Fahrradanhänger auch einen Falt-Kanadier, sowie umgekehrt im Kanadier ebenso die Fahrräder und Ausrüstung transportieren könnten.

Der Weg war nun frei für unsere 1. Rad-Paddel-Tour und die führte uns zum „Amazonas des Nordens“, der Peene. Wir starteten am Schweriner See fuhren nach Parchim, dann weiter auf dem Mecklenburger Seen-Radweg bis nach Plau. In der Mecklenburgischen Schweiz ging es dann zur Sache und auf der Eiszeitroute kämpften wir uns über Wiesen, Feld-, Kolonnenwege und alte Kopfsteinpflaster-Straßen. In Sommersdorf, am Kummerower See endete die Radtour und wir stiegen auf den Kanadier um. Hier wartete das größte zusammenhängende Niedermoorgebiet Europas und internationale Vogelschutzgebiet Peenetal auf uns. Vom Kummerower See paddelten wir nach Aalbude und ab hier dann auf der Peene, dem „Amazonas des Nordens“, bis Anklam. Fernab von Lärm und Hektik fuhren wir mit unserem Kanadier lautlos über die Peene. In den Seitenarmen der Peene konnten wir seltene Sumpf- und Wasserpflanzen bestaunen, unter großen Seerosenfeldern und Wasserlilien tummelten sich zahlreiche Fische. In der Luft kreisten Greifvögel und große Schwärme von Schwalben schossen elegant über die Wasseroberfläche, immer auf der Suche nach Nahrung. Ab Anklam saßen wir dann wieder im Sattel und kurbelten nach Altentreptow. Nach einer Übernachtung an dem Fluss Tollense fuhren wir auf dem Tollensetal Rundweg nach Neubrandenburg. Fast an der Südspitze des Tollenssees bogen wir wieder auf die Eiszeitroute ab, dann fuhren wir auf dem Müritzrundweg bis nach Waren. An den vergangenen Tagen machte der Sommer seinem Namen alle Ehre, es war sehr heiß mit über 30°C. Ein heftiges Gewitter sorgte am Abend dann für Abkühlung. Das nächste Ziel war die Elde-Müritz-Wasserstraße, hier wechselten wir wieder und stiegen in den Kanadier. Ein besonderer Höhepunkt war dann die ca. 8 Kilometer lange Paddeltour auf der alten Elde. Hier schwirrten Libellen über Seerosenfelder, wir sahen Eisvögel und auch Biber, nach einer Kurve stand dann plötzlich ein Pferd mitten im Fluss. Auf so wenigen Kilometern erlebten wir unglaublich viel, gern hätten wir auf der alten Elde unsere Tour fortgesetzt, aber in Richtung Neustadt-Glewe ging es nicht weiter. Die letzte Nacht verbrachten wir dann an der Stör, nahe dem Vogelparadies Lewitz, bevor wir wieder in die Hektik der Stadt Schwerin eintauchten.

Reisebericht Amazonas des Nordens Tour 2015