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Ostsee-Küstenradweg 2013

02.10.2013, Schwerin-Proseken, 35 km

Abfahrt: 18:20 Uhr in Schwerin

Ankunft: in Proseken 19:45 Uhr

Temperatur:  8°C – 4°C

Bei spätsommerlichem Wetter fuhr ich ab, die Arbeit wollte noch erledigt werden, denn am 04. Oktober, dem Brückentag, wollte ich frei machen. Die milde Temperatur war angenehm und meine Radsachen fast schon zu warm für das milde Herbstwetter. Aber für die Nacht wurden 4 ° C vorhergesagt und dafür waren die Sachen die richtige Wahl, denn ich traf erst nach dem Sonnenuntergang in Proseken ein.

 

Neben der Bundesstraße befuhr ich den Radweg in Richtung Pingelshagen und war froh von der viel befahrenen Straße Abschied zu nehmen. In dem Ort Klein Trebbow unterbrach eine Motocross- Maschine die beschauliche Ruhe und bog auf einen kleinen Seitenweg ein, genau den Weg nahm ich auch. Nachdem das Motorengeräusch langsam verstummte genoss ich die Fahrt durch eine farbenprächtige Allee, die ich weiter über Rugensee und dann nach Neu Meteln befuhr. In der Ferne bereitete die Sonne ihren spektakulären Sonnenuntergang vor. Am Himmel wurde es laut, Wildgänse flogen in zahlreichen Formationen am Horizont entlang, wohl auf der Suche nach einem Nachtlagerplatz. Die Kamera kam zu ihrem ersten Einsatz und fing das Abendspektakel mit dem letzten Licht des Abends ein. Die Farbenpracht verschwand und alles wurde in ein einheitliches dunkles Grau getaucht. Die Temperatur sank, gut schon die Autobahn A 20 in Richtung Gressow überquert zu haben. Nur noch ein kleines Stückchen auf der B 105, denn vom Abzweig Wolde waren es nur noch wenige Kilometer bis Proseken.

Die Nacht hatte schon ihre dunkle Decke über der Landschaft ausgebreitet, als ich bei Karen eintraf. Mit meinen Freunden Karen und Werner, genannt die „Zwei Unterwegs“, teile ich meine Art auf Reisen zu gehen und auch so manche Lebenseinstellung. Nach dem Abendessen hatten wir noch reichlich Gesprächsstoff bis uns die Müdigkeit in die Schlafgemächer trieb. Danke an dieser Stelle für Eure liebenswerte Gastfreundschaft!

03.10.2013, Proseken-Dierhagen (Fischland/Darß), 110 km

Abfahrt: 8:20 Uhr

Ankunft: 17:30 Uhr

Temperatur: 8°C am Morgen, 13-12 °C

Es war kühl und die Sonne versuchte schon den Tag zu erwärmen, als wir über Wismar zum Küstenradweg fuhren. Plötzlich hielt Karen an, sie begleitete mich noch bis Kühlungsborn, um meine Aufmerksamkeit auf die Kräuter am Wegesrand zu richten. Rasch pflückte sie einige und mir wurden gleich die Namen dazu geliefert, kein Wunder, denn Kräuter gehören zu ihrer täglichen Nahrung.

Der Blick von diesem Ort auf die Wismarbucht ist schön, Wasservögel, kleiner Hafen mit Segelschiffen in einer menschenleeren Morgenstunde.

Auf dem Küstenradweg zwischen der Hansestadt Wismar und dem Ostseebad Rerik näherten wir uns der Stover Mühle, dem Wahrzeichen der Salzhaffregion. Die Erdholländerwindmühle wurde im Jahr 1889 erbaut, sie soll die einzige voll funktionsfähige Windmühle, in Mecklenburg-Vorpommern sein. Der Blick vom Mühlenhügel geht weit über das Küstenland, das Salzhaff, die Halbinsel Wustrow und die Insel Poel. Hier gab es die erste Rast und wir fingen einige Fotos von diesem schönen Ort ein.

 

In Rerik verloren wir kurz den Radweg, der Ort am Salzhaff mit seiner Seebrücke und den Großsteingräbern Ganggrab und Urdolmen ist sicher eine Reise wert, wir fuhren jedoch zügig weiter. Meschendorf lag auf dem Weg zum Ostseebad Kühlungsborn, hier trennten sich unsere Wege, denn Karen musste am nächsten Tag arbeiten. Doch zuvor suchten wir uns, in dem vor Menschen überquellenden Ort, ein ruhiges Plätzchen. War nicht wirklich ruhig und auch nicht wirklich einsam, aber für eine Mittagspause geeignet. An einem Strandkorb angelehnt saßen wir auf dem Sandstrand und teilten uns das bescheidene Menü. Gesättigt und bei herrlichem Sonnenschein fotografierten wir noch die Bäderarchitektur, der freie Blick aufs Meer spendete Ruhe wohlbehagen. Es wurde Zeit wieder in den Sattel zu steigen, wir verabschiedeten uns auf der Promenade und führen in entgegen gesetzten Richtungen davon.

 

Selbst auf den Radwegen der langen, mit ca. 3 Kilometern eine der längsten Strandpromenaden Deutschlands, war kaum an zügige Fortbewegung zu denken. Endlich wechselte der Fahrbahnbelag und kündigte das Ende der Ortschaft an. Direkt neben dem Ufer führte der Weg nach Heiligendamm, sie wird die weiße Stadt am Meer genannt. Von dort ging es holperig auf dem Deichweg Rostock entgegen, neben Feldern und durch Park-ähnliche Baumgruppen fuhr es sich angenehm. Bei Diedrichshagen wurde es dann hügeliger, an einer Wegkreuzung bog ich falsch ab und gelangte an den Strand. Von hier konnte ich den ersten Blick auf Warnemünde richten. Das grüne Band reichte bis ans Steilufer, den Bäumen in Ufernähe sah man die vielen Stürme und Wetterkapriolen an.

Endlich Warnemünde und wieder flanierten viele Besucher am alten Strom entlang. Mein Ziel war die Fähre, schiebend ging ich durch die Massen zur Unterführung am Bahnhof. Leider war hier dann Endstation, denn es gab keine brauchbare Möglichkeit mit dem Rad die Treppen zu überwinden. So umfuhr ich das Hindernis, am Nordkreuz überquerte ich die Bahngleise und fuhr zur Fähre. Für 2, 20 Euro wurde ich an das andere Ufer befördert. In Höhe Düne angekommen waren deutlich weniger Besucher unterwegs. Markgrafenheide von dort im Zick-Zack-Kurs nach Gral Müritz. Irgendwie kam ich nur durch die Innenstadt und habe leider, das sicher sehenswerte Ufer und den weiten Blick über die Ostsee verpasst. Egal, ich kam meinem Ziel Dierhagen näher, noch einige Kilometer auf dem Küstenweg und als ich nach der Ortschaft Neuhaus aus dem Waldstück fuhr, war ich schon angekommen. Auf dem Campingplatz lud ich meine Ausrüstung ab, baute das Zelt auf und dann wurde es auch schon dunkel. Die Nacht war mit 3 °C recht frisch und der Wind wirbelte die ganze Nacht die Blätter der Bäume durcheinander.

 

04.10.2013, Dierhagen (Fischland/Darß) – Stralsund, 103 km

Abfahrt: 8:20 Uhr

Ankunft: 17:30 Uhr

Temperatur: 3 °C am Morgen, 8 °C

Um 8:20 Uhr bewegte ich mein Rad in Richtung Dierhagen Strand und weiter auf dem Küstenradweg nach Wustrow. Der Darß, die schöne Halbinsel zog mich magisch an, weite Strände, Steilküsten und die alten Fischer-, Kapitäns- oder Bauernhäuser. Sie wurden mit Schilfrohr (Reet) gedeckt, Rohrdächer haben eine lange Lebensdauer, schützen im Sommer vor Hitze und im Winter gegen Kälte. An den Ufern der Boddengewässer wächst dieser begehrte Rohstoff, hier vor Ort wird er geerntet und verbaut.

 

Nach dem schmucken Ahrenshoop, dem Künstlerdorf, breitete der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft seine mächtige Natur vor mir aus. Vor dem blau der Ostsee hob sich der Sanddorn mit seinem intensiven orange Farbton kontrastreich ab. Der Weg war in dem losen Sand schwer zu befahren, es gab aber dazwischen immer Abschnitte mit festerem Untergrund, auf dem die Räder halt fanden. Zweimal musste ich hinsehen, als mir ein männlicher Jogger, nur bekleidet mit einer kurzen Laufhose entgegen kam, und das bei 5°C. Am Weststrand, auf Wegen die von hohen Farnen gesäumt waren. Vorbei an umgefallenen Bäumen, die sich wie eine riesige Skulptur im losen Sand verankert hatten, durchfuhr ich das  Waldgebiet bis Prerow. Auf den letzten Metern rollte ich holpernd auf einem Betonplattenweg in den Ort.

 

Im Hafen am Prerow-Strom lag ein Ausflugsschiff und lud zu Kranichfahrten ein, obwohl dieses Schiff sehr imposant war passte es nicht so richtig in diesen traditionsreichen Seefahrer Ort. Es war ein bunter Mississippi Dampfer! Ab hier wurde der Darß gewöhnlicher und es sah alles sehr geordnet aus, ich befuhr einen Deichweg neben der Bundesstraße der mich nach Zingst brachte. Hier waren wieder viele Menschen unterwegs und genossen das herrliche spätsommerliche Wetter. Noch schnell ein Foto auf der Seebrücke, nein es war zu voll, so begnügte ich mich mit einem Foto auf die Seebrücke. Dann ab durch den Ort und in Richtung Barth.

 

Jetzt hatte der Wetterbericht einen Treffer gelandet, es gab den angekündigten Ostwind. Bei Bresewitz durchfuhr ich dann noch eine schöne Boddenlandschaft die nur von der Meiningenbrücke (ehemalige Eisenbahnbrücke) unterbrochen wurde. Weiter über Pruchten und schon stand ich in Barth auf dem Markt. Von hier hatte ich einen schönen Blick auf die Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. In der Kirchenbibliothek wird die niederdeutsche Bibel, die 1588 in Barth gedruckt wurde, aufbewahrt.

Auf dem Weg in Richtung Osten waren noch reichlich Höhenmeter zu erklimmen, bevor es in rasanter Geschwindigkeit zur Küste hinabging. Am Feldrand türmten sich die Rübenberge und ein Schwarm Wildenten flog in Richtung Süden, jetzt ist wirklich der Herbst in Vorpommern angekommen.

Von weitem konnte ich den Rügendamm (und nicht Rübendamm) erkennen, Stralsund war mein nächstes Ziel. Dort wollte ich ein Stückchen Rasen auf dem Gelände der JH ergattern. Als ich meinen Wunsch in der Herberge artikulierte wurde mir mehrfach die Frage gestellt, ob ich denn tatsächlich im Zelt schlafen wolle. Ein Bett in den zahlreichen Zimmern würde sich schon noch finden lassen. Nein, ich wollte im Zelt meine Nacht verbringen, hatte es ja nicht umsonst in meinem Packsack bis hierher transportiert. Aber ein leckeres Frühstück, welches mir noch angeboten wurde, schlug ich jedoch nicht aus. Bei einer so netten Herbergsleitung, danke dafür! Auch in dieser Nacht war es sehr stürmisch und der Wind brachte die ersten Wolken in den Nordosten.

 

05.10.2013,  Stralsund – Stubbenfelde, 109 km

Abfahrt: 8:17 Uhr

Ankunft: 17:35 Uhr

Temperatur:  8 °C

Am Morgen konnte ich noch ein wenig Morgenrot ergattern bevor ich mich in den Frühstücksraum begab. Gestärkt stieg ich anschließend in den Sattel, denn an diesem Tag wollte ich den Ort Stubbenfelde, auf Usedom erreichen. Den Ortsausgang hatte ich schnell erreicht, der Wind ließ jetzt nach. Aber damit ich nicht all zu schnell durch Vorpommern düste, schüttelte mich noch Kopfsteinpflaster durch. Auf einem Teilstück von ca. 20 Kilometern führte der Ostseeradweg neben der B 105, auf diesem Fahrbahnbelag, nach Greifswald. Als die Silhouette der Hansstadt am grauen Himmel auftauchte war ich erleichtert, denn jetzt ging es auf Asphalt weiter. Die Fahrbahnbeschaffenheit kannte ich noch von meiner letzten Tour, die ich gemeinsam mit Stefan Böhm, der sich auf Rad-Weltreise befindet, absolvierte.

Ankunft im alten Museumshafen, dort lagen historische Schiffe die zum Träumen einluden. Zur Eröffnung des Museumshafens gab es einen Schiffsbestand sechs Schiffen und bis heute ist er auf 40 Schiffe angewachsen. Auf ging es in Richtung Zentrum, zum schönen Markt mit seinem Dom St. Nikolai, dort hielt ich und besichtigte den alten Stadtkern. 1263 wurde erstmals eine Nikolaikirche in Greifswald erwähnt. Stadtauswärts fuhr ich zum Ryck-Radweg, zahlreiche Angler standen am Ufer und hofften auf einen Fang. Mein Fang bestand aus Äpfeln, Bäume säumten den Radweg und ich brauchte mich nur zu bücken. Eine weitere Sehenswürdigkeit Greifswalds war die Wiecker Holzklappbrücke, sie wurde im Jahre 1887 nach holländischem Vorbild erbaut.

 

Neben der Wogaster Landstraße befuhr ich den Radweg nach Kemnitz. Nieselregen setzte ein und der graue Himmel versprach keine Besserung, ich hielt an einer Hütte und schlüpfte in meine Regenausrüstung. Die Fahrt ging in Richtung Greifswalder Bodden weiter, ich fuhr durch ein Waldstück und kam am Ufer heraus. Hier packte ich trotz Regen die Kamera aus, es war ein wunderschöner Ort so ursprünglich, mit den umgestürzten Bäumen am Ufer. Zur Krönung segelte ein Zeesboot am Horizont entlang was für eine Stimmung! In Lubmin machte ich Rast an einem Ort, der der Lubminer Kleinbahn gewidmet war. Hier standen 2 Waggons der Bahn und in Schautafeln wurde über die Geschichte der Kleinbahn berichtet.

 

Von Freest nach Wogast, dann nur noch über die Peenebrücke und ich setzte meine Reise auf der Halbinsel Usedom fort. Um mich herum war der Himmel grau und es regnete ohne Pause, Schade, denn jetzt begann eine schöne Strecke entlang der bekannten Seebäder. So kurbelte ich nach Trassenheide, von dort weiter nach Zinnowitz. Auf der Promenade waren nur wenige Menschen unterwegs, die Freiluftcafes waren verweist überall dominierten die Regensachen das Straßenbild. Zempin, Koserow und Kölpinsee, hier verlor ich die Übersicht und fand erst nach mehreren Versuchen den Weg, der mich weiter nach Osten bringen konnte. In Kölpinsee wurde es hügelig und nach dem Strandhotel ging es nicht weiter andernorts waren Treppen, schließlich fand ich eine Abfahrt und den Anschluss an den Küstenradweg. Noch 2 Kilometer bis zu meinem Zielort, ich ließ mir jetzt Zeit, in der Hoffnung auf das Ende der Regenzeit.

Schließlich kam ich in Stubbenfelde auf dem Campingplatz an, die Rezeption war noch geöffnet, sie wirke auf mich wie die Eingangshalle zu einem 5 Sterne Hotel. Aber egal ich wollte einen Platz auf dem Areal und hoffte hier übernachten zu können. Nach den Formalitäten kaufte ich in dem Campingladen nebenan noch einige saugfähige Tücher. Denn mein Wunsch im Trockenen das Zelt aufzubauen ging nicht in Erfüllung. Als ich an meiner zugewiesenen Parzelle ankam, regnete es und regnete. Daraufhin fuhr ich auf dem Platz auf und ab, aber der Regen war standhaft, also suchte ich meinen Parzelle auf und baute das Zelt auf. Als ich mit meinen klatschnassen Sachen das Zelt einräumte kam noch ein Camper, mit breit grinsender Mine und wünschte mir eine gute Nachtruhe. Lieber einmal mit nasser Ausrüstung fahren und das nasse Zeug trocken rubbeln müssen, als ein Dauercamper mit Dosenbier und RTL zu sein. Niemals würde ich tauschen!

Dann suchte ich das Sanitärgebäude für eine warme Dusche auf, als ich vor die Tür trat hörte es dann etwas auf zu regnen. Das war genau zur rechten Zeit, denn jetzt kam mein Kocher vor das Zelt und ich zauberte mir mein Abendmahl. In der Nacht regnete und tropfte es noch weiter von den Bäumen, aber im Schlafsack war es gemütlich warm und trocken.

 

Am Morgen war es zwar noch feucht regnete aber nicht mehr.

 

06.10.2013, Stubbenfelde – Ahlbeck, 19 km

Abfahrt: 8:20 Uhr

Ankunft: 9:30 Uhr

Temperatur:  8 °C

Der Nieselregen endete in der Nacht, heute war es deutlich trockener, die Feuchtigkeit lag jedoch noch in der Luft, es war diesig. Mein Zelt wischte ich notdürftig trocken, knöpfte das Innenzelt und Footprint ab, um dann alle Teile getrennt von einander zu verpacken. Der Camper vom Vorabend wünschte mir einen schönen Tag, „Er müsse jetzt Fernsehen“, berichtete er. Wieder mit breitem Grinsen im Gesicht, als er mir das erzählte packte ich gerade meine feuchten Sachen zusammen. Der arme Dauercamper fährt in die Natur um Fern zu sehen, für kein Geld würde ich mein Rad-Nomadenleben mit ihm tauschen.

An der Rezeption wurde ich freundlich in Empfang genommen und die nette Dame erkundigte sich nach meiner Nachtruhe. Etwas Mitleid und eine Priese Achtung klang in der Frage mit. Meine Antwort war: “Es gäbe bessere Nächte im Zelt, aber es war schon in Ordnung“. Jetzt setzte ich die Reise fort und steuerte auf den Küstenradweg, doch zuvor noch ein Foto vom Eingang des Campingplatzes. Durch den Wald ging es, vorbei am Rehazentrum nach Ückeritz und dem Campingplatz. Hier fuhr ich durch lockeren Baumbestand der nur durch Hütten, oder Wohnwagen, die wohl über einen längeren Zeitraum hier standen, unterbrochen wurde. Auf dem Weg nach Bansin gab es dann mit 16° noch tüchtige Steigungen, an dem Abzweig mit dem Hinweisschild Bansin, durchfuhr ich mitten im Wald eine Moorlandschaft, das Feuchtgebiet hinter den Dünen.

 

Aus dem Buchenwald direkt nach Bansin, dort war die Promenade noch fast menschenleer und auch auf der Seebrücke war kein Urlauber zu sehen. Das kleinste der „Drei Kaiserbäder“, wurde im Jahre 1897 gegründet und besticht mit seinen Bäderarchitektur-Villen.

Der Weg nach Heringsdorf war schnell gefahren, auch hier saßen die Touristen wohl noch am Frühstückstisch. Das trübe Wetter lockte keinen Gast an den Strand, nur die Fischer hatten ihren Räucherfisch schon im Verkaufsraum präsentiert.

Im Jahre 1872 erhielt der hügelige Ort, das Kaiserbad Heringsdorf, ein von Villen und Parkanlagen geprägter Badeort, sein heutiges Gesicht. Zwischen den alten Villen drängeln sich immer wieder neue Gebäude, es passt nicht alles zusammen und hier sollte auf den Erhalt der schönen, alten Bausubstanz geachtet werden. Der Übergang nach Ahlbeck gelang fließend, denn an der langen Promenade bemerkte man nicht den Ortswechsel. Erst als ich an dem mächtigen Romantik Seehotel „Ahlbecker Hof“ vorbei fuhr und die alte Seebrücke von 1882 in Sicht kam, war klar, hier ist meine Reise zu Ende. Durch die kleinen Straßen und Gassen im alten Ahlbecker Stadtkern wurde es belebter, ja turbolenter als auf der Promenade. Gegen 10:00 Uhr traf ich am Bahnhof eine und fuhr mit Bahn zurück.